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GEBÄUDEENERGIEGESETZ
JETZT VERABSCHIEDET

Es ist offiziell: Am 01.11.2020 tritt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft und löst damit die Energieeinsparverordnung ab.


REFORM DES ENERGIEEINSPARRECHTS

03.07.2020 Endlich ist es soweit: Nach jahre­langem Hin und Her haben Bundes­tag und Bundes­rat das neue Gebäude­energie­gesetz (GEG) verabschiedet. Es vereinheitlicht zukünftig Vorschriften des Energie­einspar­rechts und löst so die Energie­einspar­verordnung (EnEV), das Energie­einspar­gesetz (EnEG) sowie das Erneuerbare-­Energien-­Wärme­gesetz (EEWärmeG) ab.

Die Verab­schiedung des GEG war längst über­fällig, da mit ihm die EU-Gebäudericht­linie in nationales Recht umge­setzt wird. In der Richt­linie heißt es, dass alle Neubauten in der EU ab 2021 möglichst wenig Energie benötigen sollen. Auf die An­forderungen an Neu­bauten und bestehende Gebäude hatte dies jedoch keine Aus­wirkungen. Für (zukünftige) Haus­besitzer ergeben sich daher in Bezug auf die Dämmung kaum Änderungen. Vieles bleibt auch nach dem Inkraft­treten des neuen Gesetzes am 01.11.2020 gleich. Eine kleine Über­sicht dazu finden Sie in diesem Artikel.


DAS BLEIBT GLEICH

  • Die maximalen U-Werte von Außen­bauteilen ändern sich nicht:
    • Außen­wände: 0,24 W/(m2·K)
    • Dachflächen: 0,24 W/(m2·K)
    • Wände gegen Erd­reich: 0,30 W/(m2·K)
  • Oberste Geschoss­decken, die an unbeheizten Dachraum grenzen, müssen so gedämmt werden, dass sie den U-Wert von 0,24 W/(m2·K) nicht überschreiten. Anstelle der Geschossdecke kann auch das Dach gedämmt werden. Ein zwingender Anlass für die Nachrüstung ist ein Eigentümerwechsel.
  • Bisher ungedämmte Wärme­verteilungs- und Warm­wasser­leitungen müssen gedämmt werden.
  • Der maximale Jahres-Primär­energie­bedarf für Heizung, Warm­wasser­bereitung, Lüftung und Kühlung von Neu­bauten bleibt bei 75 % des Referenz­gebäudes.

Bei unbeheizten Dachräumen sollte die oberste Geschossdecke gedämmt werden.
Bei unbeheizten Dachräumen sollte die oberste Geschossdecke gedämmt werden.

Durchführen können das informatorische Beratungsgespräch alle, die Energieausweise ausstellen dürfen – das umfasst vor allem Energieberater, Fachhandwerker und Sachverständige.
Durchführen können das informatorische Beratungsgespräch alle, die Energieausweise ausstellen dürfen – das umfasst vor allem Energieberater, Fachhandwerker und Sachverständige.

DAS ÄNDERT SICH DURCH DAS GEG

  • Werden Außen­bauteile wie Wände erneuert oder saniert, dürfen sie nach Abschluss der Arbeiten die vorge­schriebenen maximalen U-Werte nicht über­schreiten. Dies kann eine nachträgliche Dämmung notwendig machen. Die Vorschrift greift nicht, wenn weniger als 10 Prozent erneuert werden.
  • Wer Änderungen an mehr als 10 Prozent der/s Außen­bauteile/s vornimmt, muss sich noch vor Beauf­tragung der Planung beraten lassen. Jeder, der zur Aus­stellung von Energie­ausweisen berechtigt ist, kann dieses Beratungs­gespräch durch­führen. Voraus­setzung ist, dass die Beratungs­leistung unent­geltlich angeboten wird.
  • Beim Verkauf von Wohn­gebäuden muss der Käufer ebenfalls ein infor­matorisches Beratungs­gespräch zum Energie­ausweis wahrnehmen.
  • Alternativ kann nun der energetische Nachweis auch über die Treib­haus­gas­emissionen des Gebäudes und den Jahres-End­energie­bedarf erfolgen (Innovationsklausel).

Weitere Änderungen betreffen eine neue Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien beim Neubau und das Verbot von Öl- und Kohleheizungen.



SO GEHT ES WEITER

Nach einer Über­gangsfrist von drei Monaten, in der sowohl die alte als auch die neue Rege­lung angewendet werden kann, tritt das Gesetz am 01.11.2020 in Kraft. Bis 2023 sollen jedoch die Anfor­derungen an Neu- und Bestands­bauten über­prüft und an­schließend gegebenen­falls weiter­entwickelt werden. Auch manche Regelungen wie die Innovations­klausel wurden von der Regierung bis 2023/2025 befristet, um so neue Ansätze zu testen.



HAUSBESITZER ENTSCHEIDEN(D)

Fest steht: Wer sich für eine energie­effiziente Gebäud­ehülle entscheidet, entscheidet sich auch für die Umwelt. Denn ohne Mit­wirkung des Gebäude­bereichs an der Reduzierung der CO2-Emissionen sind die Klima­ziele nicht erreichbar. Je effizienter die Gebäude­hülle aus­gestaltet ist, desto größer ist der Beitrag. Deswegen nutzt der Staat zusätzlich zu den Vorschriften großzügige Förderungen als Anreiz, besser zu dämmen als vorge­schrieben. So wurden beispiels­weise in 2020 die Förder­sätze der KfW erhöht und die Steuerförderung ins Leben gerufen. Für das Klima bedeutet das: Jetzt sind die Haus­besitzer gefragt.



14.08.2020 12:18:18

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