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HEIZKOSTEN SENKEN

Kleine Kniffe und große Schritte, die Ihren Energieverbrauch reduzieren.


IST MEIN ENERGIEVERBRAUCH ZU HOCH?

Zusammen machen Heizung und Warmwasser über 80 % des Energieverbrauchs in privaten Haushalten aus. Insbesondere bei der Raumwärme lässt sich viel sparen, denn auch heute verheizen wir in unseren Häusern und Wohnungen durchschnittlich noch 125 kWh pro Quadratmeter und Jahr.

 

Häuser, die vor 1977, dem Jahr der ersten Wärmeschutzverordnung, gebaut wurden, verbrauchen häufig sogar ca. 300 kWh/m²a und mehr. Diese Zahlen lassen sich recht einfach in Liter Heizöl und Kubikmeter Gas übersetzen, indem man sie durch zehn teilt, denn ein Liter Heizöl entspricht 9,8 kWh und ein Kubikmeter Erdgas 10,1 kWh. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus ergibt sich bei 150 m² Wohnfläche somit ein Heizenergiebedarf von 18.750 kWh bzw. etwas mehr als 1.875 l Heizöl. Zum Vergleich: Ein Haus, das die Vorgaben der EnEV 2016 einhält, braucht bei gleicher Wohnfläche weniger als 700 l Heizöl im Jahr, ein Passivhaus sogar unter 15 kWh/m²a, was ungefähr 225 l Heizöl entspricht. Doch man kann auch ohne Passivhaus-Neubau und Komplettsanierung wertvolle Heizenergie sparen.



Die drei besten kostenlosen Energiespar-Tricks

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ENERGETISCHE SANIERUNG – WO ANFANGEN?

Eines vorweg: Die eine richtige Reihenfolge oder beste Maßnahme der energetischen Sanierung gibt es nicht. Es hängt immer vom jeweiligen Gebäude und den individuellen Präferenzen ab, welcher Weg der richtige ist. Es gibt zwei Herangehensweisen, um Heizenergie zu sparen: Verbrauch reduzieren und Erzeugung optimieren.


Über die Gebäudehülle geht die meiste Heizenergie verloren.

Wände, Dach, Keller, Fenster – das ist die Gebäudehülle

Bei allen Maßnahmen an der Gebäudehülle geht es darum, Wärme nicht nach draußen entweichen zu lassen. Das lohnt sich gerade bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern, die im Vergleich zum beheizten Volumen mehr Außenoberfläche bieten als Mehrfamilien- und Reihenhäuser. Durchschnittlich finden bei einem unsanierten Einfamilienhaus ca. 25 % des Wärmeverlustes über die Fassade statt. Dach, Fenster und Keller haben jeweils 20 % Anteil am Gesamtverlust, die verbleibenden 15 % entstehen durch das Lüften.


Was bringt Fassadendämmung?

Die Fassade hat üblicherweise den größten Flächenanteil an der Gebäudehülle. Je älter das Haus, desto höher in der Regel die Einsparung. Insbesondere bei Häusern, die vor 1977, dem Jahr der ersten Wärmeschutzverordnung, erbaut wurden, rechnet sich eine Fassadendämmung meist binnen weniger Jahre. Sie planen gerade einen neuen Anstrich Ihrer Fassade? Ihr Haus ist nicht ausreichend oder noch gar nicht gedämmt? Dann sind Sie klug beraten, wenn Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und im selben Schritt gleich dämmen.





Das Dach wird häufig als Erstes gedämmt

Bei der Dachdämmung gibt es verschiedene, mitunter sehr kostengünstige Möglichkeiten. Daher ist die Dämmung des Dachs bzw. der obersten Geschossdecke häufig eine der ersten energetischen Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle, die Hausbesitzer angehen.



Kalter Keller, hohe Heizkosten

Weil in Kellern meist wenig und häufig überhaupt nicht geheizt wird, ist es wichtig, die Wärme nicht dorthin entweichen zu lassen. Besonders über die Treppe, aber auch über eine ungedämmte Kellerdecke und nicht isolierte Rohre kühlt das gesamte Haus sonst schnell aus.





Wann lohnen sich neue Fenster?

Einfach verglaste Fenster mit unzureichender Isolierung sind in Deutschland selten geworden – zu Recht. Denn Fenster und Türen bilden die dünnsten Bestandteile der Gebäudehülle. Dennoch hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten auch hier einiges getan und in vielen Fällen bieten neue Fenster hohes Einsparpotenzial.



Effiziente Wärmeerzeugung durch sparsame Heizung

Auch im effizientesten Haus muss während der kalten Jahreszeit ein wenig geheizt werden. Moderne Heizsysteme können detailliert auf den Wärmebedarf des Gebäudes und seiner Bewohner eingestellt werden, doch manchmal lässt sich mit geringem Aufwand auch eine bestehende Heizungsanlage modernisieren. Auch hier kann der Energieberater helfen.





WAS BEDEUTET DER ENERGIEAUSWEIS?

Wir kennen sie von Autos und Elektrogeräten: Energieeffizienzklassen von A bis H kennzeichnen leicht erkennbar, wie hoch der Energieverbrauch ist. Seit der Energieeinsparverordnung EnEV 2014 gilt das auch für Gebäude: Im Energieausweis wird klar dokumentiert, wie viel Energie das Haus benötigt. Darüber hinaus enthält er konkrete Empfehlungen zur kostengünstigen Modernisierung. Das gibt Mietern und Käufern Orientierung und Hausbesitzern klare Anhaltspunkte zur energetischen Sanierung. Bei Vermietung oder Verkauf ist der Energieausweis übrigens verpflichtend vorzulegen.




WAS LOHNT SICH FÜR MEIN HAUS?

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und das Berliner Institut für Sozialforschung (BIS) haben nachgefragt: Prinzipiell stehen fast alle – genau 98,5 % der Befragten – voll hinter dem Entschluss, ihr Eigenheim energieeffizient saniert zu haben.


Ein eindeutiges Bild ergibt auch die Frage nach der Zufriedenheit mit den einzelnen Sanierungsmaßnahmen: Nahezu alle Hauseigentümer würden sich wieder für den Austausch der Fenster (100 %), für die Wärmedämmung der Fassade (98,6 %), für eine effiziente Warmwasserbereitung (98,5 %), ein neues Heizsystem (95,6 %) oder den Einbau einer Lüftungsanlage (94,2 %) entscheiden.

Etwas differenzierter ist allein die Meinung zu Photovoltaikanlagen: Dafür würden sich 73 % auch bei der nächsten Modernisierung wieder entscheiden.


Würden Sie sich wieder für die Umsetzung energetischer Maßnahmen entscheiden? (Antworthäufigkeit in %)

FAZIT: EXPERTEN FRAGEN!

Wie gesagt: Es hängt immer vom jeweiligen Haus ab, welche Sanierungsmaßnahmen sich in welcher Reihenfolge lohnen. Was für Ihr Haus das Richtige ist, kann nur der Experte vor Ort ermitteln. Damit Hausbesitzer einen verlässlichen, sachkundigen Energieberater in Ihrer Region finden können, haben BMWi, KfW und BAFA in Kooperation mit der dena eine Online-Datenbank aufgebaut. Die gelisteten Energieeffizienz-Experten sind besonders für die Bundesförderprogramme Vor-Ort-Beratung (BAFA), Energetische Fachplanung und Baubegleitung von KfW-Effizienzhäusern (Neubau und Sanierung) und Einzelmaßnahmen sowie Baudenkmale qualifiziert.



17.08.2017 14:08:38