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HEIZKOSTEN SENKEN

Kleine Kniffe und große Schritte, die Ihren Energieverbrauch reduzieren.


IST MEIN ENERGIEVERBRAUCH ZU HOCH?

Zusammen machen Heizung und Warm­wasser über 80 % des Energie­verbrauchs in privaten Haus­halten aus. Ins­besondere bei der Raum­wärme lässt sich viel sparen, denn auch heute verheizen wir in unseren Häusern und Woh­nungen durch­schnittlich noch 125 kWh pro Quadratmeter und Jahr.

 

Häuser, die vor 1977, dem Jahr der ersten Wärme­schutz­verordnung, gebaut wurden, verbrauchen häufig sogar ca. 300 kWh/m²a und mehr. Diese Zahlen lassen sich recht einfach in Liter Heizöl und Kubik­meter Gas über­setzen, indem man sie durch zehn teilt, denn ein Liter Heizöl ent­spricht 9,8 kWh und ein Kubik­meter Erd­gas 10,1 kWh. Für ein durch­schnitt­liches Ein­familien­haus ergibt sich bei 150 m² Wohn­fläche somit ein Heiz­energie­bedarf von 18.750 kWh bzw. etwas mehr als 1.875 l Heiz­öl. Zum Ver­gleich: Ein Haus, das die Vor­gaben des GEG einhält, braucht bei gleicher Wohn­fläche weniger als 1.000 l Heiz­öl im Jahr, ein Passiv­haus sogar unter 15 kWh/m²a, was ungefähr 225 l Heizöl ent­spricht. Doch man kann auch ohne Passiv­haus-Neu­bau und Komplett­sanierung wert­volle Heiz­energie sparen.



Die drei besten Energiespar-Tricks

Mit diesen Tipps senken Sie Ihre Heizkosten von heute auf morgen – ohne zusätzliche Kosten!



ENERGETISCHE SANIERUNG – WO ANFANGEN?

Eines vorweg: Die eine richtige Reihenfolge oder beste Maßnahme der energetischen Sanierung gibt es nicht. Es hängt immer vom jeweiligen Gebäude und den individuellen Präferenzen ab, welcher Weg der richtige ist. Es gibt zwei Herangehensweisen, um Heizenergie zu sparen: Verbrauch reduzieren und Erzeugung optimieren.


Über die Gebäudehülle geht die meiste Heizenergie verloren.

Wände, Dach, Keller, Fenster – das ist die Gebäude­hülle

Bei allen Maß­nahmen an der Gebäude­hülle geht es darum, Wärme nicht nach draußen entweichen zu lassen. Das lohnt sich gerade bei frei­stehenden Ein- und Zweifamilien­häusern, die im Vergleich zum beheizten Volumen mehr Außen­oberfläche bieten als Mehr­familien- und Reihen­häuser. Durch­schnittlich finden bei einem unsanierten Einfamilien­haus ca. 25 % des Wärme­verlustes über die Fassade statt. Dach, Fenster und Keller haben jeweils 20 % Anteil am Gesamt­verlust, die verbleibenden 15 % entstehen durch das Lüften.


Was bringt Fassadendämmung?

Die Fassade hat üblicherweise den größten Flächenanteil an der Gebäudehülle. Je älter das Haus, desto höher in der Regel die Einsparung. Insbesondere bei Häusern, die vor 1977, dem Jahr der ersten Wärmeschutzverordnung, erbaut wurden, rechnet sich eine Fassadendämmung meist binnen weniger Jahre. Sie planen gerade einen neuen Anstrich Ihrer Fassade? Ihr Haus ist nicht ausreichend oder noch gar nicht gedämmt? Dann sind Sie klug beraten, wenn Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und im selben Schritt gleich dämmen.





Das Dach wird häufig als Erstes gedämmt

Bei der Dachdämmung gibt es verschiedene, mitunter sehr kostengünstige Möglichkeiten. Daher ist die Dämmung des Dachs bzw. der obersten Geschossdecke häufig eine der ersten energetischen Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle, die Hausbesitzer angehen.



Kalter Keller, hohe Heiz­kosten

Weil in Kellern meist wenig oder überhaupt nicht geheizt wird, ist es wichtig, die Wärme nicht dorthin entweichen zu lassen. Besonders über die Treppe, aber auch über eine ungedämmte Kellerdecke und nicht isolierte Rohre kühlt das gesamte Haus sonst schnell aus.





Wann lohnen sich neue Fenster?

Einfach verglaste Fenster mit unzureichender Isolierung sind in Deutschland selten geworden – zu Recht. Denn Fenster und Türen bilden die dünnsten Bestandteile der Gebäudehülle. Dennoch hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten auch hier einiges getan und in vielen Fällen bieten neue Fenster hohes Einsparpotenzial.



Effiziente Wärmeerzeugung durch sparsame Heizung

Auch im effizientesten Haus muss während der kalten Jahreszeit ein wenig geheizt werden. Moderne Heizsysteme können detailliert auf den Wärmebedarf des Gebäudes und seiner Bewohner eingestellt werden, doch manchmal lässt sich mit geringem Aufwand auch eine bestehende Heizungsanlage modernisieren. Auch hier kann der Energieberater helfen.





WAS LOHNT SICH FÜR MEIN HAUS?

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und das Berliner Institut für Sozialforschung (BIS) haben nachgefragt: Prinzipiell stehen fast alle – genau 98,5 % der Befragten – voll hinter dem Entschluss, ihr Eigenheim energie­effizient saniert zu haben.


Ein eindeutiges Bild ergibt auch die Frage nach der Zufrieden­heit mit den einzelnen Sanierungs­maßnahmen: Nahezu alle Haus­eigentümer würden sich wieder für den Austausch der Fenster (100 %), für die Wärme­dämmung der Fassade (98,6 %), für eine effiziente Warmwasser­bereitung (98,5 %), ein neues Heiz­system (95,6 %) oder den Einbau einer Lüftungs­anlage (94,2 %) entscheiden.

Etwas differenzierter ist allein die Meinung zu Photo­voltaik­anlagen: Dafür würden sich 73 % auch bei der nächsten Modernisierung wieder entscheiden.


Würden Sie sich wieder für die Umsetzung energetischer Maßnahmen entscheiden? (Antworthäufigkeit in %)

FAZIT: EXPERTEN FRAGEN!

Wie gesagt: Es hängt immer vom jeweiligen Haus ab, welche Sanierungsmaßnahmen sich in welcher Reihenfolge lohnen. Was für Ihr Haus das Richtige ist, kann nur der Experte vor Ort ermitteln. Damit Hausbesitzer einen verlässlichen, sachkundigen Energieberater in Ihrer Region finden können, haben offizielle Quellen Suchen erstellt. Für jede Phase der Sanierungsplanung finden Sie dort einen Energieberater, der individuell auf Ihre Situation eingehen kann. Wir stellen Ihnen zwei zuverlässige Suchen vor.



27.11.2020 19:10:58

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