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TYPISCHE FEHLER
BEIM DÄMMEN
VERMEIDEN

Die besten Tipps für eine fundierte Planung, eine Dämmung ohne Wärmebrücken und einen langlebigen Wärmeschutz.


DÄMMEN – ABER RICHTIG

Dauerhaft den Energieverbrauch fürs Heizen eindämmen, den Wert des Hauses steigern und gleichzeitig noch einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Viele gute Gründe sprechen für das energetische Modernisieren. 

Wie bei Baumaßnahmen üblich soll auch die Dämmung von Fassade, Dach und Keller über Jahre und Jahrzehnte hinweg zuverlässig ihre Aufgabe erfüllen. Damit das gelingt, sollten Sie typische Fehler beim Dämmen vermeiden. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt.


1. MIT GUTER PLANUNG FEHLER VERMEIDEN

Eine gute Planung ist die halbe Miete. Diese Binsenweisheit trifft aufs Bauen und Modernisieren immer zu – und gilt für das Dämmen in ganz besonderem Maße. Denn eine Lösung von der Stange gibt es nicht und Fehler bei der Planung könnten dafür sorgen, dass die Dämmung nicht ihre volle Wirkung entfalten kann. Jede Maßnahme sollte daher passend auf die Anforderungen und die vorhandene Gebäudesubstanz zugeschnitten sein. Ihr Weg führt daher zunächst am besten zu einem qualifizierten und zertifizierten Energieberater.

Die Vorteile: Die Vor-Ort-Beratung wird großzügig gefördert und schafft die Basis für einen fundierten individuellen Sanierungsfahrplan, den Sie anschließend Schritt für Schritt realisieren können. Oft empfiehlt es sich dabei, bestimmte Dinge zu koppeln. Wenn Sie zum Beispiel ohnehin eine optische Verschönerung der Fassade planen, ist das der beste Zeitpunkt, um auch zu dämmen. Kosten wie für den Gerüstbau kommen somit nur einmalig auf Sie zu.




2. REIHENFOLGE EINHALTEN

Ein Einbau neuer Energiesparfenster in einer weiterhin ungedämmten Fassade empfiehlt sich nicht – dadurch kann es in angrenzenden Bereichen zu Feuchtigkeitsproblemen führen. Auch der Einbau einer Heizung macht erst dann Sinn, wenn die Gebäudehülle ausreichend optimiert ist. Denn: Es kommt bei einer energetischen Modernisierung immer auf die richtige Reihenfolge an. Nur mit einer gedämmten Gebäudehülle können weitere Maßnahmen wie neue Fenster oder eine neue Heizung effektiv dabei helfen, Energie zu sparen.



3. FINGER WEG VON EINER DÄMMUNG MARKE EIGENBAU



Um ein Haus optimal zu dämmen, sind Fachkompetenz und viel Erfahrung gefragt. Wer in Do-it-yourself-Manier startet, kann nicht nur die Energiesparziele verfehlen, sondern womöglich durch eine nicht fachgerechte Ausführung sogar Schäden am Gebäude verursachen. Zu den möglichen Folgen zählen Wärmebrücken, die weiterhin zu teuren Energieverluste führen, Feuchtigkeitsprobleme oder gar ein Schimmelbefall. 

Deshalb gehört die anspruchsvolle Aufgabe einer Fassadendämmung in professionelle Hände. Auch bei der Wahl eines Fachbetriebs sollten Sie genau hinsehen: Entscheiden Sie sich nicht sofort für das erstbeste Angebot, sondern vergleichen Sie gründlich. Fragen Sie im Nachbars- und Freundeskreis nach Erfahrungen und Empfehlungen. Lassen Sie sich vom Handwerksbetrieb über Referenzen, Qualifikationen und Weiterbildungen der Mitarbeiter sowie die Zugehörigkeit zu einer Innung informieren. Eine möglichst detaillierte Leistungsbeschreibung im Angebot beweist eine seriöse Vorgehensweise des Handwerksunternehmens und macht Vergleiche möglich.

Bei umfassenden Sanierungen kann zudem eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen unabhängigen Bausachverständigen empfehlenswert sein.



Von ‘Do-it-yourself’ ist dringend abzu­raten, zumal die Folgen verheerend sein können.

Michael Meindorf, Gründer der procasa! baumanagement GmbH



4. DEN RICHTIGEN DÄMMSTOFF WÄHLEN UND IM SYSTEM BLEIBEN

Meinen Sie, Dämmstoff sei gleich Dämmstoff? So einfach ist es nicht. Bei Weitem nicht jedes wärmedämmende Material ist für jeden Wandaufbau geeignet. Hier kommt wiederum die Bestandsaufnahme durch den Energieberater zum Tragen. Sie schafft die Basis für ein individuelles Dämmkonzept für Ihr Eigenheim, das mit dem vorhandenen Wandaufbau harmoniert.

Ausschließen sollten Sie in jedem Fall ein „Patchwork“ aus Komponenten unterschiedlicher Systeme und Hersteller. So erhalten Wärmedämmverbundsysteme ihre Zulassung ausschließlich in einem klar definierten System. Professionelle Handwerker würden keinesfalls mixen, sondern die einzelnen Komponenten genau aufeinander abstimmen. Im System zu bleiben, sorgt für die gewünschte Qualität und sichert Ihnen die Herstellergarantie sowie eine hohe Langlebigkeit der Wärmedämmfassade.




6. GESETZLICHE VORGABEN AN DIE ENERGIEEFFIZIENZ BEACHTEN

Laien können nicht alle gesetzlichen Anforderungen aus dem Effeff kennen. So passiert es immer wieder, dass die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beim Modernisieren nicht beachtet werden. Wenn Sie zum Beispiel mehr als zehn Prozent einer Bauteilfläche erneuern, kommen sie an einer energetischen Optimierung nach GEG-Vorgaben nicht herum. Doch häufig reichen die gewählten Dämmstärken nicht aus oder ein Dach im Altbau wird neu gedeckt, ohne es gleichzeitig zu dämmen. Daher sollten Sie – oder noch besser Ihr Energieberater und die ausführenden Handwerker – die GEG-Vorgaben stets im Blick haben.

Tipp: Lassen Sie sich mit der sogenannten Unternehmererklärung die fachgerechte Ausführung der Arbeit bestätigen.



7. FEHLER BEI DER DACHDÄMMUNG VERMEIDEN

Rund um die Dachsanierung lauern ebenfalls einige Fehlerquellen. Wichtig sind insbesondere luftdichte Anschlüsse. Mit Komplettsystemen aus Dämmung, Dampfbremsen, Klebeband und Dichtstoffen lässt sich heute eine zuverlässige Lösung erreichen. Bei unbeheizten Räumen wie einem nicht genutzten Spitzboden sollten Sie besser die oberste Geschossdecke mit einem Wärmeschutz versehen – das ist effektiver und durch die geringere Fläche auch kostengünstiger. Dichtigkeit ist ebenso ein wichtiges Thema für Hohlräume, etwa bei zweischaligem Mauerwerk oder bei Bungalowdächern, da sonst die außen liegende Dämmung ihren Zweck nicht optimal erfüllen kann.



8. KEINE FÖRDERGELDER VERSCHENKEN

Ein Fehler, der immer wieder passiert: Hausbesitzer verschenken bares Geld, da sie sich vor der Modernisierung nicht über Fördermittel informieren oder schlichtweg die rechtzeitige Beantragung vergessen. Dabei fällt es mit direkten Zuschüssen oder mit günstigen Darlehen noch leichter, die energetische Effizienz Ihres Zuhauses zu verbessern.

Tipp: Informieren Sie sich frühzeitig über die Eckdaten der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bzw, über alternativ nutzbare Steuervorteile.




9. LÜFTEN MUSS SEIN – AUCH NACH DEM DÄMMEN

Ein häufiges Missverständnis: Das energetische Sanieren macht keineswegs ein regelmäßiges Lüften überflüssig. Ganz im Gegenteil: Der Luftaustausch, der gleichzeitig überschüssige Feuchtigkeit nach außen befördert, trägt erheblich zu einem gesunden Raumklima bei und schützt vor Feuchtigkeitsschäden an der Bausubstanz. Deshalb: Regelmäßige Stoßlüften muss sein – auch nach der Fertigstellung der Dämmung.



05.09.2022 17:09:28

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