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ENEV UND ENERGIEAUSWEIS

Was bedeutet die Energieeinspar­verordnung EnEV für Hausbesitzer, und wofür braucht man einen Energieausweis?


WAS BEDEUTET DIE ENEV FÜR MICH?

Die Energieeinsparverordnung definiert energetische Anforderungen für Neubauten und Bestandsgebäude. Dabei wird der Energiebedarf eines Referenzgebäudes festgelegt, mit dem das zu beurteilende Gebäude verglichen wird. Das Hauptziel der EnEV ist es, die Umsetzung der Klimaschutzziele zu erreichen.

 

Seit ihrem ersten Inkrafttreten im Jahre 2002 wurde die EnEV mehrfach aktualisiert. In ihr werden u. a. energetische Vorgaben beispielsweise für Dämmung und Anlagentechnik definiert und Faktoren für die Umweltauswirkungen der verwendeten Energieträger festgelegt, anhand derer sich die ökologischen Eigenschaften eines Gebäudes beurteilen lassen. Werden die Vorgaben der EnEV sogar übertroffen, winken besonders attraktive Fördermittel. So verbraucht ein entsprechend gefördertes “KfW-Effizienzhaus 55” z. B. nur 55 % Energie des EnEV-Referenzhauses.


Die Anforderungen für Bestandsgebäude unterscheiden sich von denen des Neubaus und sind zu erfüllen, wenn das Haus ohnehin in einem gewissen Umfang saniert wird, wenn etwa die Fassade neu verputzt oder Fenster ausgetauscht werden. Eine pauschale “Dämmpflicht” existiert somit nicht. Lediglich für Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, Heizungs- und Warmwasserleitungen sowie die oberste Geschossdecke besteht eine Nachrüstpflicht bei Eigentümerwechsel nach dem 1. Februar 2002.



Die EnEV im Überblick

In dieser Übersicht finden Sie die wesentlichen Bestimmungen der EnEV für Hausbesitzer von bereits gebauten Immobilien verständlich zusammengefasst!



WAS VERBRAUCHT EIGENTLICH MEIN HAUS?

Neben Preis, Lage, Größe, Ausstattung und Baujahr entscheidet der Energieverbrauch eines Gebäudes mit über den Wert eines Hauses. Ähnlich wie bei Haushaltsgeräten werden Gebäude auf einer Skala von A+ (grün) bis H (rot) in verschiedene Effizienzklassen eingeteilt, um sie besser miteinander vergleichen zu können.  

Die Energieeffizienzklassen von Gebäuden nach EnEV 2016 klassifizieren Gebäude nach Endenergiebedarf pro Quadratmeter und Jahr.
Die Energieeffizienzklassen von Gebäuden nach EnEV 2016 klassifizieren Gebäude nach Endenergiebedarf pro Quadratmeter und Jahr.


WELCHE ARTEN VON ENERGIEAUSWEIS GIBT ES?

Beim Energieausweis wird zwischen dem Energieverbrauchs- und dem Energiebedarfsausweis unterschieden. Der Verbrauchsausweis beruht auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der Hausbewohner, während der Bedarfsausweis auf einem theoretischen Berechnungsmodell beruht, das den energetischen Zustand des Gebäudes unabhängig vom Nutzerverhalten bewertet.

 

Wenn Sie also selbst Nutzer eines zu sanierenden Hauses sind, kann der Energieverbrauchsausweis zwar erste Anhaltspunkte liefern. Erst der nutzerneutrale Energiebedarfsausweis berücksichtigt jedoch die bauphysikalische Beschaffenheit eines Gebäudes und seine Anlagentechnik. Er bietet damit eine verlässliche Berechnungsgrundlage für energetische Sanierungsmaßnahmen.


Zusätzlich wird im Bedarfsausweis der Primärenergiebedarf ausgewiesen, der die unterschiedlichen Umwandlungsverluste der einzelnen Energieträger berücksichtigt. Wer Fördermittel im Rahmen der Landes- und Bundesprogramme zur Gebäudemodernisierung beantragen will, muss immer einen vom Energieberater erstellten Bedarfsausweis vorlegen.



Ist mein Energiever­brauch zu hoch? Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Heiz­energie­bedarf berechnen und Ihre Heizkosten senken!



WOFÜR BRAUCHE ICH EINEN ENERGIE­AUSWEIS?

Der Energieausweis wurde 2004 in einem Feldversuch als “Energiepass” eingeführt und ist seit EnEV 2009 verpflichtend. Wenn ein Gebäude verkauft, vermietet oder verpachtet wird, ist der Energieausweis seit EnEV 2014 unaufgefordert vorzulegen. Er bietet Transparenz und Orientierung für Hausbesitzer, Mieter und Vermieter.

 

Orientierung für Hausbesitzer

Hausbesitzer, die über eine energetische Sanierung der eigenen vier Wände nachdenken, erhalten mit dem Energieausweis gleich mehrfache Orientierung. Zunächst erfahren Sie, wie energieeffizient ihr Haus im Vergleich zu anderen Immobilien ist. Der sachlich fundierte Energiebedarfsausweis enthält darüber hinaus konkrete Empfehlungen für energetische Sanierungsmaßnahmen und einen Überblick über ihr jeweiliges Einsparpotenzial.

 

Höhere Transparenz für Mieter und Käufer

Hausbesitzer, die ihre Immobilie vermieten oder verkaufen wollen, sind gesetzlich dazu verpflichtet, unaufgefordert einen Energieausweis vorzulegen. Seit 2014 sind Angaben zum Energieausweis auch für Immobilienanzeigen verpflichtend. Ein Ziel des Energieausweises ist es, eine höhere Transparenz in Bezug auf die energetische Qualität von Gebäuden zu liefern sowie Mietern und Käufern Anhaltspunkte für die anstehende Investitionsentscheidung zu geben.

 

Wertsteigerung für Verkäufer und Vermieter

Wer sich als Eigentümer für die energetische Sanierung seiner Immobilie entscheidet, steigert damit deren Wert. Ein verlässlich dokumentierter Energieausweis erhöht die Attraktivität der Immobilie am Markt und damit die Wahrscheinlichkeit, bei Verkauf oder Vermietung mehr Einnahmen zu generieren. Mieter oder Käufer können per Ausweis die Qualität eines Angebots seriöser und objektiver nachvollziehen, die zu erwartenden Nebenkosten besser einschätzen und sich darüber hinaus schon vorab einen Eindruck von der Behaglichkeit ihres potenziellen künftigen Zuhauses machen.



Lassen Sie den Energieausweis für Ihr Haus von einem zerti­fizierten Energie­berater ausstellen!


25.04.2017 15:33:36