dämmen-lohnt-sich.de dämmen-lohnt-sich.de
Ich bin Fachhandwerker
Energie­sparen Fassaden­dämmung Beratung Kosten & Förderung Durch­führung Nach der Dämmung Aktuelles

ENERGIEEFFIZIENZ UND
ERNEUERBARE ENERGIEN

Die Energiewende funktioniert nur, wenn wir unseren Energieverbrauch senken. Ulrich Wickert über Energieeinsparung und Energieerzeugung.


“JE WENIGER ENERGIE WIR VERBRAUCHEN, DESTO WENIGER MÜSSEN WIR ERZEUGEN.”

Neben der Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser bringen effizienzsteigernde Maßnahmen, wie eine professionell durchgeführte Wärmedämmung, ökologische und wirtschaftliche Vorteile.


Wie kann man noch effektiver Energie und Geld einsparen?

Ulrich Wickert: Es ist schon merkwürdig, dass wir in Deutschland darüber sprechen, wie wir Energie anders herstellen können und dabei aber viel zu wenig darüber nachdenken, wie wir eigentlich Energie sparen können. Wir tun das im Bereich der Mobilität und des Autos. Dort fordern wir immer mehr Autos, die nicht 20 sondern 10 und weniger Liter Benzin verbrauchen. Geht es nach den Angaben der Hersteller zum Verbrauch der Fahrzeuge, dann verbraucht jedes große Auto nur noch fünf Liter, das ist schon abenteuerlich. Das heißt aber auch, dass man sehr wohl weiß, dass man in puncto Verbrauch sparen muss. Und das ist, meines Erachtens, etwas zu kurz gedacht. Nehmen wir doch zum Beispiel das Thema Heizung. Deutschland ist ein Land, in dem die Sonne nur im Sommer Wärme spendet und daher im Winter viel geheizt werden muss. Bis zu 80 % der Energie wird in einem Privathaushalt zum Heizen benutzt. Also wäre es doch ganz vernünftig, wenn wir die Kosten reduzieren und unsere Häuser dämmen würden, indem wir neue Fenster einsetzen oder den Wärmeverlust über die Wände verringern. Zuerst reduzieren wir den Verbrauch und dann reden wir darüber, wie die benötigte Energie produziert werden kann.





Reicht es aus Ihrer Sicht, alleine auf die Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser zu setzen?

Ulrich Wickert: Bereits heute erzeugen wir rund 30 % unseres Energiebedarfs durch Windenergie. Wenn wir nun den Verbrauch durch Maßnahmen wie z. B. das Dämmen reduzieren würden, dann wäre die Nutzung alternativer Energien, um den Bedarf zu befriedigen, auch wesentlich einfacher.



Der Klimawandel verlangt dringend realistische Lösungen.

Ulrich Wickert, Journalist und Autor



Wer sich aktiv an der Energiewende beteiligen möchte, dem mangelt es meist nicht an Motivation, sondern eher an Fachwissen.

Ulrich Wickert: Grundsätzlich sagen natürlich alle, wir sind für die Energiewende. Aber was das für den Einzelnen bedeutet, bleibt oft unklar. Umso wichtiger ist es, sich von einem Experten richtig informieren zu lassen.





Was kommt zuerst: Energieeinsparung oder Energieerzeugung?

Ulrich Wickert: Sobald wir damit beginnen, zuerst an Einsparung zu denken und dann in Ruhe über Erzeugung zu sprechen, senken wir unsere CO₂-Emissionen unabhängig vom Fortschritt der Forschung und geben gleichzeitig der Forschung mehr Zeit! Die Belastung der Umwelt kommt ja vorrangig von unserem Energieverbrauch und nicht den Methoden ihrer Erzeugung.





Wieso Energie sparen, wenn sie doch zur Zeit so günstig ist?

Ulrich Wickert: Wir dürfen uns nicht täuschen lassen. In dem Moment in dem das Öl 100 $ pro Barrel kostet sagen alle: “Jetzt müssen wir reduzieren”. Und plötzlich sinkt der Preis wieder auf 30 oder 40 $, dann darf man nicht sagen: “Jetzt können wir weiter verbrauchen.” Es geht hier nicht nur um die Kosten der Energie, sondern es geht um den Schaden, der durch den Verbrauch der fossilen Energieträger angerichtet wird.

 

Wann können wir unseren Energiebedarf mit erneuerbaren Energien decken?

Ulrich Wickert: Wir dürfen natürlich eines nicht vergessen: In dem Moment, in dem wir den Energiebedarf senken, verändert sich auch die prozentuale Beteiligung erneuerbarer Energien. Wie viel Windenergie oder Sonnenenergie verbrauchen wir z. B. im Vergleich zu den fossilen Energien? Da steigt natürlich prozentual die alternative Energie. Wärme brauchen wir, aber wenn die Produktion der Wärme sinkt, haben wir die Möglichkeit, dass wir einen größeren Anteil durch die alternativen Energien decken können.


01.12.2017 14:56:18