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AUCH IN ZUKUNFT: SCHUTZ VOR DER HITZE

Deutschland sollte sich auch in Zukunft auf Wetterextrema einstellen, findet Architekt und Energieberater Hermann Dannecker. Welche Rolle dabei die Wärmedämmung spielt, erklärt der Experte im Gastbeitrag.


ETWAS FÜR DAS EIGENE WOHLBEFINDEN UND GEGEN DEN KLIMAWANDEL TUN

Deutschland leidet unter der aktuellen Hitzewelle und der Dürre. Ernteausfälle in Milliardenhöhe sind die Folge, aber auch Schäden auf Straßen, Wald- und Flächenbrände sowie die gesundheitliche Beeinträchtigungen vieler Menschen. Wir dürfen jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und hoffen, dass dies die Ausnahme bleibt und es in Zukunft nicht mehr so schlimm kommen wird.

 

Vielmehr sollten wir uns darauf einstellen, dass wir solche Wetterextrema bei uns öfter erleben werden. Der Klimawandel ist spürbar in Deutschland angekommen. Jetzt gilt es, das Bewusstsein in der Bevölkerung um die massiven Konsequenzen des Klimawandels wieder zu wecken. Was die Klimadiskussion in der Öffentlichkeit angeht, waren wir vor Jahren schon einmal weiter.


Dabei spielt Wärmeschutz an Gebäuden eine nicht unerhebliche Rolle. Sommerlicher Wärmeschutz muss durch aktive und passive Maßnahmen an Gebäuden denselben Stellenwert bekommen wie der Wärmeschutz bei Gebäuden in der Heizperiode. Was für den Winter gut ist, ist auch gut für den Sommer.



Der Klimawandel ist spürbar in Deutschland angekommen. Jetzt gilt es, das Bewusstsein in der Bevölkerung um die massiven Konsequenzen des Klimawandels wieder zu wecken.

Hermann Dannecker, Architekt



 

Deshalb kann mit einer "Dämmung für das ganze Jahr", mit aktiven Elementen von Lüftungs- und Klimageräten sowie mit eigenerzeugtem Strom aus Photovoltaik-Anlagen eine für das Land schlüssige Klimaschutz-Strategie angeboten werden.

 

Die Politik muss dafür Mittel und Wege aufzeigen. Viele Energieberater/innen in Deutschland fragen sich, warum nicht genügend Fördergelder abgerufen und energetische Sanierungen vorgenommen werden. Millionenschwere Werbekampagnen des Bundeswirtschaftsministeriums haben wenig gebracht.

 

Jetzt aber könnte man die Menschen vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse wieder motivieren, etwas gegen die allgemeine Klimaerwärmung und gleichzeitig für ihr Wohlbefinden zu tun.

 

Hier könnte der Bund mit einer konsequenten Klimapolitik Zeichen setzen. Nicht nur in der Landwirtschaftspolitik und im Verkehrssektor sind jetzt konsequente Schritte in Richtung Klimaschutz gefragt, sondern auch im Gebäudebereich. Und hier liegen die Antworten quasi auf der Hand.


ÜBER HERMANN DANNECKER

Der Autor des Gastbeitrags ist Architekt und Energieberater. Er ist Mitgründer und einer der beiden Vorsitzenden des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V., dem 700 Ingenieure, Architekten und Techniker angehören. Das Netzwerk unterstützt mit der Bereitstellung der Energieberater-Services die Initiative dämmen-lohnt-sich.de


17.09.2018 17:36:11