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#FRIDAYSFORFUTURE:
WAS ZU BEWEISEN WAR

Schüler lassen sich nicht mehr alles gefallen, gehen für den Klimaschutz auf die Straße und senden damit deutliche Signale an die Politik.


WIR VERBRAUCHEN IMMER MEHR ENERGIE

Ein Kommentar von Ulrich Krenn, Pressesprecher Qualitätsgedämmt e.V.

25.01.2019 Schule schwänzen für den Klimawandel – geht's noch? War doch politisches Engagement jahrzehntelang vom Schulhof verbannt, und die meisten fanden das gut und richtig. Auch wenn die Erinnerung an längst vergangene Tage Demo-Slogans zum Vorschein brachte wie Schülermitverwaltung, Hochschulrahmengesetz oder einfach "Stoppt Strauß!". Was ist heute anders?

 

Es scheint, als seien die Tage vorbei, an denen die nachwachsende Generation nur stumm und ergeben ihre eigenen Defizite und die unserer Gesellschaft vorwiegend mit Party feiern verdrängt haben. Die sozialen Medien konzentrieren nur vermeintlich ohnmächtige Wut und machen bislang stumme Randgruppen sprechfähig. Die Masse macht stark, und "Kein Bock" war gestern.

 

Was zeigen uns Aktionen wie "Fridays for Future"? Das fast akademisch und politisch verschwurbelt behandelte Thema "Klimaschutz" ist angekommen. Bei denen, für die es auch die größten Auswirkungen haben wird, bei den jungen Menschen. Sie ahnen, was das Nichthandeln, das gegenseitige Schuldzuweisen und die technische Instrumentalisierung in dieser zukunftsentscheidenden Frage anzurichten droht. Veranstaltet von Politikern und selbsternannten Fachleuten, die die finalen Folgen ihres Tuns ohnehin kaum mehr erleben dürften.

 

"Keine Lust auf Klimaschutz" zeigt sich in vielen Bereichen. Wer in die Pflicht genommen werden soll, verweist auf alle erdenklich negativen Auswirkungen und zeigt reflexhaft auf andere, die es richten sollen. Kohlekraftwerke, fossile Stromproduktion, Autoindustrie, Energie vergeudende Gebäude, verseuchte Gewässer, grenzenlose Mobilität – die Liste des schlechten Gewissens ist lang und wird länger – und macht mobil. Gut so!



Die Sanierung unserer Gebäude ist die Achillesferse beim Klimaschutz.

Ulrich Krenn, Pressesprecher des Qualitätsgedämmt e.V.



ENERGETISCHE SANIERUNG: DER GRÖSSTE STELLHEBEL FÜR KURZFRISTIG DEUTLICHE VERBESSERUNGEN

Fakt ist: Wir alle verbrauchen nicht weniger Energie wie gefordert, sondern immer mehr. Auch der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen verharrt auf nahezu gleichbleibendem Niveau. Nur nebenbei: Mit der größte Stellhebel, um kurzfristig deutliche Verbesserungen zu erzielen, wäre die energetische Sanierung unserer Gebäude. Doch was passiert hier? Ebenfalls wenig. Bundesweit werden im Jahr weit weniger als ein (!) Prozent unserer Häuser energetisch ertüchtigt. Die ohnehin viel zu niedrigen Sanierungsraten sinken weiter. Für den Klimaschutz ist dies ausgesprochen schlecht. Weiß man doch auch, dass selbst eine ökologisch verträglichere Heiztechnik nur Sinn macht, wenn das Haus gut gedämmt ist und es überhaupt ein energetisch rundes Gesamtkonzept gibt. Noch gilt: Die Sanierung unserer Gebäude ist die Achillesferse beim Klimaschutz.

 

Man darf gespannt sein, wie weit Behörden, Kultusministerien oder vielleicht auch die Eltern "Fridays for Future" weiter dulden werden. Der Verweis auf Lehrpläne, noch mehr Stress durch nachzuholende Lerninhalte sind erwartbare Reaktionen. Aber auch, wenn die engagierten Schüler und Schülerinnen in ihre Klassenräume zurück beordert werden: Falls die Erwachsenen anschließend wenigstens den Hauch eines schlechten Gewissens ob ihrer eigenen Untätigkeit verspüren sollten, ist dem Thema Gutes getan und ist viel erreicht. Quod erat demonstrandum.


11.02.2019 16:13:45