Ich bin Fachhandwerker
Energie­sparen Fassaden­dämmung Beratung Kosten & Förderung Durch­führung Nach der Dämmung Aktuelles

Dämmplatten kein "gefährlicher Abfall"

Die Entsorgung von Dämmplatten aus Polystyrol ist langfristig geregelt. Auch die mit dem früher verwendeten Flammschutzmittel HBCD versehenen Dämmabfälle können über 2017 hinaus verlässlich entsorgt werden.


KEINE SONDERGENEHMIGUNG ERFORDERLICH

Im Oktober letzten Jahres waren Polystyrol-Platten (Handelsname: “Styropor”) aufgrund von EU-Vorgaben zusammen mit anderen so genannten “POP”-Problemstoffen (Persistente organische Schadstoffe) als “gefährlicher Abfall” eingestuft worden. Sie durften deshalb nicht mehr zusammen mit anderem Bauschutt, sondern nur mit einer Sondergenehmigung in geeigneten Müllverwertungsanlagen verbrannt werden. 

Dies hatte in einzelnen Regionen Deutschlands zu erheblichen Entsorgungsengpässen geführt, da nur wenige Anlagen die erforderliche Genehmigung besaßen und teils nun extrem hohe Vergütungen verlangten. In der Folge stellte dies Hausbesitzer und Sanierungsfirmen wie Dachdecker oder Fassadenbauer vor erhebliche Probleme.


BUND UND LÄNDER EINIGEN SICH

Dieser abrupte Entsorgungsengpass hatte das Handwerk und mehrere Verbände zur Forderung veranlasst, eine tragfähige und dauerhafte Lösung herbeizuführen. Auf Anregung des Bundesrates wurde die Einstufung von HBCD als “gefährlicher Sondermüll” Ende 2016 befristet für ein Jahr ausgesetzt. Im Anschluss hatten die beteiligten Fachgremien und politischen Organe um eine umgehende und dauerhafte Neuregelung gerungen. 

Mit Erfolg: Am 7. Juli 2017 haben sich Bund und Ländervertretungen auf bundeseinheitliche Entsorgungsvorschriften geeinigt und einer entsprechenden Verordnung der Bundesregierung zugestimmt. Damit wird die Entsorgung von Styropordämmplatten einfacher und preisgünstiger. Bestehen bleiben jedoch die Anforderungen an den zu führenden Nachweis der ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung sowie zur “gemeinwohl-verträglichen Beseitigung”. Auch dürfen HBCD-belastete Styroporabfälle nicht mit anderem Bauschutt vermischt werden. 

Die Verordnung trat am 1. August 2017, einen Monat nach ihrer Verkündung, in Kraft.


25.01.2023 17:46:53

Über Cookies auf dieser Webseite

Wir verwenden technisch erforderliche Cookies, um die Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit unserer Seiten zu gewährleisten und unsere Inhalte zu personalisieren. Wir verwenden ferner technisch nicht erforderliche Cookies zur Analyse unseres Datenverkehrs und zur Bereitstellung von Social Media-Funktionen. Informationen über Ihre Nutzung unserer Webseite teilen wir mit unseren Social Media-, Werbe- und Analyse-Partnern. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Um der Verwendung der technisch nicht erforderlichen Cookies durch uns und unsere Dienstleister zuzustimmen, wählen Sie bitte "Alle Cookies zulassen und fortfahren" oder wählen Sie Ihre Cookie-Einstellung. Sie können Ihre erteilte Einwilligung widerrufen oder Ihre Präferenzen ändern, indem Sie unsere Cookie-Hinweise aufrufen.

Unbedingt erforderliche Cookies (werden immer gesetzt) mehr anzeigen Performance Cookies mehr anzeigen Social-Media Cookies mehr anzeigen Marketing Cookies mehr anzeigen

Weitere Details – auch hinsichtlich der jederzeitigen Änderung der Cookie-Auswahl – finden Sie in den Cookie-Hinweisen sowie in unserer Datenschutzerklärung.